Interview mit Dominik Burgdörfer

09. September 2021 von Franziska Riesenberg

Ihnen ist die Vorstellung auf der Team Webseite zu knapp? Dann erfahren Sie hier mehr. Durch die Interviews möchten wir Ihnen Einblicke verschaffen, wer hinter dem Betrieb Burgdörfer steckt.
Wir beginnen mit Dominik Burgdörfer: Über die Faszination des Programmierens, die Liebe zum Web und Tipps für Softwareentwickler:innen. Er ist 31 Jahre jung und Gründer des Betriebs. Hier beantwortet er neun Fragen rund um seine Leidenschaft.

Dominik Burgdörfer am PC.
Dominik Burgdörfer mit Trance-Music im Tunnel.

Seit wann bzw. wie lange programmierst du?

Ich programmiere seit meiner Schulzeit. In der Mittelstufe hatte ich einen Unfall in den Bergen von Südtirol. Durch den war ich mehrere Wochen im Krankenhaus und danach zu Hause. In dieser Zeit habe ich begonnen mich intensiv für das Thema Programmieren zu interessieren.

Was oder wer hat dich an das Programmieren herangeführt?

Angestoßen wurde das Ganze durch ein Geschenk während meiner Zeit im Krankenhaus: Das Buch "Just for Fun - Wie ein Freak die Computerwelt revolutionierte" von Linus Torvalds und David Diamond. Da geht es unter anderem darum, wie Linus Torvalds das Betriebssystem Linux erfunden hat. Und damit bin ich bei Linux gelandet und hab begonnen kleinere Programme zu schreiben. Jahre später war dann meine nächste große Inspiration das Agile Manifesto und die testgetriebene Entwicklung.

Wie würdest du das Programmieren beschreiben?

Programmieren würde ich als eine Tätigkeit beschreiben, die fast jede:r erlernen kann. Viele Abläufe dabei sind zu vergleichen mit der Arbeit von Autor:innen (soweit ich mir die Arbeit von Autor:innen richtig vorstelle). Es wird nach korrekten Formulierungen und sinnvoller Einteilung in Funktionen, Klassen etc. gesucht. Das ist vergleichbar mit Kapiteln und Paragraphen in Büchern. Außerdem wird Software genau wie auch Bücher aktualisiert und an den Lauf der Zeit angepasst.

Was fasziniert dich am Programmieren?

Ich glaube es fasziniert mich vor allem, dass Software zum einen logisch sein muss. Man kann genau vorhersagen, wie sich eine Software in bestimmten Zuständen verhält. Und zum anderen gefällt mir, dass der Kreativität wenig Grenzen gesetzt sind. Wenn ich eine Straße oder ein Haus baue, sind da immer Grenzen da, weil mir irgendwann das Material ausgeht. Da Software meiner Meinung nach aus Ideen von Menschen besteht, sind dem Ganzen theoretisch keine Grenzen gesetzt.

Warum hast du dich selbstständig gemacht?

Ich kann so flexibel an verschiedenen Projekten arbeiten, breite Erfahrungen sammeln und die dann projektübergreifend einsetzen. Außerdem ist es total spannend zu sehen, in welchen unterschiedlichen Bereichen Software eingesetzt werden kann.

Wie kam es zum Programmieren von Softwaresystemen?

Das hat sich mit wachsenden Anforderungen ergeben. Programme für sich allein sind am Anfang spannend. Doch Softwaresysteme bestehen aus dem Zusammenwirken von Komponenten. Dadurch wird ein deutlich größeres Potential freigesetzt. Nämlich dann, wenn Programme miteinander kommunizieren und Schnittstellen bieten, um mit Komponenten ins Gespräch zu kommen, die während der Entwicklungszeit noch gar nicht bekannt waren.

Grafik eines Mannes, der mit Kopfhörern hinter einem Bildschirm steht.

Welche Superkräfte machen dich zum Softwareheld?

Hab ich Superkräfte? 😄 Als besonnener Softwareheld hat mich übrigens Christopher Hauser bezeichnet und dann fanden wir das lustig und haben die Bezeichnung auf die Team Webseite übernommen. Naja, ich liebe was ich tue und ich glaube, ich kann mich relativ schnell in Themen reinfuchsen und komplexe Lösungen vorausplanen. Außerdem habe ich ein relativ großes Wissen und lange Erfahrung in den von uns genutzten Komponenten.

Wie kam es zum Steckenpferd Webanwendungen?

Ich liebe das Web dafür, dass es aus freien Komponenten besteht und die Technologien (im optimalen Fall) niemandem privat gehören. Es ist relativ einfach zugänglich. Ich lege sehr viel Wert darauf, dass etwas in das ich Zeit investiere langfristig angelegt ist. Und da kenne ich aktuell nichts Vergleichbares.

Hast du Tipps für andere Softwareentwickler:innen?

Nicht im Code nach Lösungen suchen. Was ich damit meine ist, dass eine Lösung nicht primär im Code entstehen sollte. So verheddert man sich nicht so schnell in technischen Details und kann freier denken. Der Code ist dann der letzte Umsetzungsschritt.

Im Web, ums Web und ums Web herum!